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Studieren im Alter – Thema im neuen Reader’s Digest

Wer im Freundes- und Kollegenkreis mitreden möchte, muss sich fortbilden – auch im fortgeschrittenen Alter. Das Magazin Reader’s Digest widmet sich in seiner September-Ausgabe ausführlich diesem Thema, nennt Ansprechpartner, beziffert Fördermöglichkeiten und macht zugleich klar, wie wichtig das Wissen der Altersgruppe 45plus in einer immer älter werdenden Gesellschaft ist. „

Angesichts der demografischen Entwicklung sind wir zunehmend auf die Erfahrung und das Engagement der älteren Bevölkerung angewiesen“, sagt Professor Werner Abelshauser, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Bielefeld. Laut Statistischem Bundesamt wird der Anteil der über 65-Jährigen in den nächsten 20 Jahren von heute rund 20 auf dann knapp 30 Prozent ansteigen. Der Markt der Weiterbildungsmöglichkeiten ist in Deutschland inzwischen breit gefächert.

Er reicht von Tages- und Wochenendseminaren über Fernlehrgänge und berufsbegleitende Kurse bis zum Hochschulstudium. Wer sich fortbilden will, sollte zuerst seine Ziele definieren – seien es berufliche oder private. Dazu gehört auch die Definition des zeitlichen und finanziellen Budgets. Hinzu kommt die Frage nach dem Lerntypus. Wer ausreichend Selbstdisziplin mitbringt, kann sich auf ein Fernstudium einlassen, muss dafür aber als Berufstätiger auch Wochenende und Urlaube opfern. Wer hingegen lieber in der Gruppe lernt und den Austausch mit anderen sucht, sollte sich entsprechende Gruppenseminare aussuchen.

Allein die Volkshochschulen, von denen es in Deutschland rund 960 und in Österreich etwa 280 gibt, weisen ein breites Angebot aus: beispielsweise Sprach- und PC-Kurse, aber auch Rhetorikseminare. Über Volkshochschulkurse können sogar Schulabschlüsse bis hin zum Abitur oder Abschlüsse der Industrie- und Handelskammern erworben werden. Wer keinen offiziellen Abschluss anstrebt, kann ein Seniorenstudium absolvieren.

Rund 60 Hochschulen in Deutschland, acht in Österreich und zehn in der Schweiz bieten solche speziellen Studienmöglichkeiten an (www.senioren-studium.de). Die Kosten reichen von rund 100 bis 300 Euro pro Semester, das Abitur als Zugangsvoraussetzung ist in der Regel nicht erforderlich. In diesem Zusammenhang gilt das Europäische Zentrum für universitäre Studien der Senioren in Bad Meinberg (Ostwestfalen-Lippe) als herausragende Einrichtung.

Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner neuen Ausgabe (9/2010) auch einen detaillierten Überblick zu den finanziellen Fördermöglichkeiten. Personen, die noch im Berufsleben sind, sollten beim Arbeitgeber nachfragen, ob der sich an den Kosten für die berufsbezogene Weiterbildung beteiligt. Wer älter als 45 Jahre ist und in einem Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern beschäftigt ist, hat zudem möglicherweise Anspruch auf staatliche Fördergelder. Außerdem besteht die Chance, einen Teil der Kosten beim Finanzamt abzusetzen. Besonders leistungsfähige Berufserfahrene können in Deutschland bis zu 730 Euro monatlich für ein Vollzeitstudium erhalten. Daneben gewährt der Staat einmal jährlich bis zu 500 Euro Zuschuss für eine Weiterbildung. Vor Beginn der Weiterbildung ist es auf jeden Fall ratsam, sich umfassendes Informationsmaterial zuschicken zu lassen, die Qualifikation der Dozenten zu prüfen und sich kundig zu machen, welche Unterrichtsmaterialien gestellt werden und ob die Lernziele klar definiert sind. Darüber hinaus ist es wichtig zu klären, ob Aufnahme- und Prüfungsgebühren anfallen.

Wichtige Ansprechpartner zum Thema Weiterbildung sind neben den Arbeitsagenturen und Volkshochschulen auch die Industrie- und Handelskammern. Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es unter anderem unter www.aufstiegsstipendium.de und www.bildungspraemie.info.

Die September-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab sofort an zentralen Kiosken erhältlich.

http://www.readersdigest.de

Pressekontakt:
Reader’s Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH
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