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Otto auch 2011 auf großer Tournee

OTTO – der Name ist Programm: Ostfriesisch Temperamentvoll Total Onverwüstlich. Was lässt sich über den Mann noch Neues sagen? Er ist gut zwei Meter groß, wiegt mehr als ein Jumbo, macht aber weniger Lärm, sammelt leidenschaftlich antike Kaugummis und trägt gern geblümte Anzüge. Das ist zwar neu, hat aber den Nachteil, dass es gar nicht stimmt. Zwischen Otto und die Zwei-Meter-Marke passt immer noch ein dicker Kohlkopf, er wiegt weniger als ein Jumbo, macht dafür aber mehr Lärm, sammelt allenfalls alte Gitarrensaiten und trägt weiterhin gräuliche Schlabbersachen.

Das wird sich bis zum nächsten Frühjahr auch kaum ändern: „Otto Live“ ist weiter auf Tour. Die Einschätzung einiger Kritiker, Otto wäre der beste Bühnenkomiker seiner Generation, ist natürlich barer Blödsinn. Wahr ist allerdings, dass es weit und breit niemanden gibt, der ihm auf der Bühne das Wasser reichen kann – schon weil er wie immer ganz allein auftreten muss. Andere werfen Otto vor, dass er aus seinem Talent bisher zu wenig gemacht habe – auch die dürfen beruhigt sein: Er arbeitet ja weiter daran. Und es geht mit ihm wie mit gutem Rotwein: Je älter er wird, desto früher sollte man ihn bzw. sich aufmachen, um sich Karten zu sichern.

Und noch ein Wort in eigener Lache: Diese Frühjahrstournee ist nämlich einem Mann gewidmet, dem wir vielleicht sogar mehr verdanken als, nun ja, er uns: Thorsten Mattischak. Mattischak? Mag nun mancher fragen. Eigentlich eine sehr gute Frage. Eine sehr – äh – wichtige Frage sozusagen. Wer war dieser Mann im Grunde genommen? Und was hat er – hm … – geleistet? Nun – noch vor 100 Jahren war unsere Sprache eine sehr armselige Sprache. Sie hatte zwar Hauptwörter, Eigenschaftswörter, Tuwörter und Fürwörter in, klar, Mengen – was ihr aber im Endeffekt völlig fehlte, waren die Füllwörter.

Diese Ähs und Tjas und Hmms, diese alsos, eigentlichs, quasis, im Endeffekts, im Grunde genommens usw., die das Reden erst zu einem wahren, kann man schon sagen, Vergnügen machen, weil man dabei die … na … also… die Dingsbums … die Gedanken sozusagen sammeln kann. Es stimmt im Grunde genommen jetzt doch nicht ganz, dass der deutschen Sprache die Füllwörter völlig fehlten. Fast. Denn es gab eins. Das aber war furchtbar lang und schrecklich kompliziert, es hieß so ähnlich wie … äh … na … lassen wir das lieber. Ist ja auch im Endeffekt egal. Auf jeden Fall war es ein echt miserables Füllwort. Ja – und dann kam also quasi dieser eh … dieser … wie hieß er noch? Eigentlich egal – und der erfand sie dann diese äh … diese Dings … diese na – diese Wörter, die seitdem also dazu dienen, ganze Seiten zu füllen, kann man schon sagen.
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