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Ausstellung in Wolfenbüttel zur Geschichte der Schokolade

Schmatz! Der unverwechselbare Duft einer heißen Trinkschokolade verlockt Kinder wie Erwachsene zu süßen Sünden. Wenn das Getränk mit feinem Sahnehäubchen im Becher dampft, dann sind Naschkatzen kaum zu bremsen. Und das war schon im 18. Jahrhundert so, denn die Trinkschokolade wurde damals an den Fürstenhöfen besonders geschätzt.

Die Morgenschokolade
Nachdem der einst bittere Stärkungstrunk der Azteken mit Zucker und Vanille verfeinert wurde, fand er in Europa eine große Anhängerschaft unter jenen, die sich diesen Luxus leisten konnten.

Dem „Trank der Götter“ wurde übrigens nachgesagt, dass er auch die Sinneslust fördere. Schon am Morgen tranken die Damen in ihrem barocken Boudoir nicht selten eine Tasse heiße Schokolade, zu der sie auch gern die Kavaliere einluden, die sie besuchten. Die Herzogliche Porzellanmanufaktur Fürstenberg produzierte seit dem Jahre 1755 sogar Schokoladenbecher für den Hof.

Daher sind die Prunkgemächer des Wolfenbütteler Schlosses auch der ideale Ort für eine Ausstellung zum Thema Schokolade. Die zeigt neben Geschirr aus Silber und Porzellan auch zahlreiche Schriften aus der herzoglichen Bibliothek vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Aus diesen Schriftstücken geht hervor, dass die Wolfenbütteler Fürsten wussten, wie das neue Getränk zubereitet wurde und wie es wirkte. Wer heute in der Residenzstadt dem Schoko-Genuss nachspüren möchte, findet auf www.wolfenbuettel-tourismus.de Informationen über die Stadt.

Schokoladentafeln für Süßmäuler
Erst im 19. Jahrhundert wurde die Trinkschokolade für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich. Und zum Ende desselben Jahrhunderts avancierten Schokoladentafeln und Pralinen mit zartem Schmelz zum beliebten Genuss. Selbstverständlich sind in der Ausstellung auch Werkzeuge der Chocolatiers und wertvolle Verpackungen zu sehen, die einen Eindruck von der aufwendigen Kunst der Konditoren vermitteln.

Mit der Industrialisierung entwickelte sich die Schokolade jedoch zum Massenprodukt. In Wolfenbüttel war es die Schokoladenfabrik Mahn und Co., die Schokolade mit Dampfmaschinentechnik produzierte.

Museum Schloss Wolfenbüttel
Schlossplatz 13
3804 Wolfenbüttel
Telefon: 05331-92460
Internet: www.schlosswolfenbuettel.de

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Conditorei-Museum Kitzingen und ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

djd / Text

Foto: djd/Tourist-Information Wolfenbüttel

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