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Jülich – 3. Seniorentag am 6. Oktober 2010

Musik, Tanz, Geselligkeit, Kreativität, Unterhaltung und Spaß können Senioren am 6. Oktober 2010 von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr im Alten Rathaus erwarten. Der diesjährige Seniorentag steht ganz im Zeichen der Kultur. In Kooperation mit dem Verein Kultur ohne Grenzen e.V. und mit dem Jülicher Kunstverein freuen sich die Mitglieder des Seniorenbeirats auf die kulturellen Angebote für die Generation 60plus.

Der aus Tunesien stammende Musiker Sahbi Amara entführt die Besucher auf eine musikalische Orientreise. Er spielt auf der Oud, eine Kurzhalslaute, die aus dem arabischen Mittelmeerraum stammt.

Gemeinsam mit den Besuchern entwickelt Kirsten Müller-Lehnen vom Kunstverein ein Kreativprojekt „(M)ein Kulturbeutel voller Lebensschätze“. (s. gesonderten Artikel)

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Nachmittags wird zum Tanz aufgespielt. Zum Ausklang gibt es passend zur Jahreszeit „Herbstgeschichten“ vorgelesen von der Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Marlies Keil. Und passend zum Anlass trägt Karl Viertmann vor „Was wären wir ohne Senioren?


Aktion Kulturbeutel

Wenn wir auf Reisen gehen, muss der Kulturbeutel gepackt werden: Zahnbürste, Shampoo, Creme, das Rasierzeug für den Herrn, Kamm, Bürste  und so manches mehr müssen hinein. Wieso heißt dieses Utensil überhaupt Kulturtasche oder auch Kulturbeutel? Weil das Waschen seinerzeit bereits ein kultureller Akt  war?

Ein Zeugnis kultureller Prägung?

Wir wollen uns auf die Suche nach ganz persönlichen kulturellen Zeugnissen begeben, die unser Leben geprägt haben. Gefüllt werden soll ein Beutel – er wird durchsichtig sein und Ihnen zur Verfügung stehen – mit den Dingen, die Sie auf Ihrer Lebensreise im doppelten Sinn gepflegt haben.

Was könnte im Kulturbeutel Platz finden?
Haben Sie gelesen, dann Buchdeckel oder Seiten, haben Sie fotografiert, dann Filmrollen, Negative oder Abzüge, haben Sie Verse geschrieben, dann einen Auszug, haben Sie etwas gesammelt, gebaut, getanzt, dann davon einen Schatz, den Sie zeigen möchten. Haben Sie geschneidert, gehäkelt, gestrickt, dann wären Garn, Stoffreste und Nadeln Ihr Beitrag zum Kulturbeutel. Gehen Sie wandern, machen Sie einen Schuhabdruck, malen Sie, lassen Sie die Pinsel sprechen. Der Briefmarkensammler erinnert sich seiner Marken, die Lehrerin ihrer ersten Stundenvorbereitungen, die Hausfrau und Mutter denkt vielleicht an die Wäsche, in die sie vor 50 Jahren liebevoll Monogramme für die Schülerferien einzeichnete oder an die Teilnahme in den verschiedenen Gremien, für die sie die Vorlagen erarbeitete. Die Sahnespritze, der Topflappen, der alte Zirkelkasten, den Sie in der Schule benutzten, die Federhalter, Ihr Schulheft, die Eintrittskarte zu Ihrem Lieblingskonzert, das Filmplakat oder die Single, die Sie noch aufgehoben haben, alle diese Dinge sind Lebensmarkierungen Ihrer Zeit.

Zweifeln Sie nicht, ob die Dinge, die Sie mitbringen, Kunst sind. Sie werden dazu. Durch die Addition vieler Kulturbeutel entsteht ein Gesamtkunstwerk. Wir freuen uns auf viel unterschiedliches Material, dass die Kultur Ihres Jahrhunderts und Ihre eigenen Aktivitäten repräsentiert.

Sobald Sie beginnen, über Ihre Kulturzeit nachzudenken, werden Ihnen tausend Dinge einfallen. Wer Material erübrigen kann, bringt das bitte auch mit oder kann es im Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung im Nebengebäude des Neuen Rathauses, Kartäuser Str. 2, Zimmer 150 vorher abgeben.

Wir werden dann gemeinsam bei der Veranstaltung die Dinge sichten und eine Präsentation ausdenken.

Stadt Jülich

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