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Schleswig-Holstein – Besserer Verbraucherschutz für Senioren im Internet gefordert

Schleswig-Holsteins Verbraucherschutzstaatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius hat am 1. Oktober 2010  in Kiel die sechste Verbraucherschutzkonferenz eröffnet. Unter dem Titel „Internet für alle – Senioren sicher online unterwegs“ waren diesmal die Sicherheit persönlicher Daten, Kostenfallen im Internet und die Anforderungen der „Generation 60plus“ beim Online-Einkauf der Schwerpunkt der Veranstaltung.

Rabius wies darauf hin, dass bereits viele ältere Menschen das Internet regelmäßig nutzen: Sie buchen Reisen im Internet, tauschen sich in Foren aus, schicken Familie und Freunden Mails und Fotos. Dennoch gibt es noch eine beträchtliche Zahl älterer Menschen ohne Zugang zum Internet, auch weil PC-Kenntnisse fehlen, Unsicherheit herrscht bezüglich der Internetsicherheit und hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit bei den Online-Angeboten.

Grundsätzlich sind Produkte und Dienstleistungen des Internets zu begrüßen. Sie bieten verbesserten Service und Information, sparen Zeit oder bieten Unterhaltung. Dies wird von Verbrauchern aber nur angenommen, wenn die Produkte und Dienstleistungen bedienerfreundlich und vor allem sicher im Gebrauch und im Datenschutz sind. Unternehmen, die dies nicht beachten und durch unseriöse Geschäftspraktiken kurzfristige Gewinne erzielen wollen, müssen vom Markt verschwinden„, so Rabius.

Immer wieder würden leider gerade ältere Verbraucher zu ungewollten Abschlüssen kostenpflichtiger Verträge im Internet verleitet, erläuterte der Staatssekretär. „Ich fordere eine stärkere Kontrolle des Internets durch die vielen seriösen Anbieter von Serviceleistungen im Internet. Die wenigen schwarzen Schafe dürfen nicht die ganze Internetbranche in Misskredit bringen„, sagte er weiter. Zum Problem der Kostenfallen im Internet haben das Verbraucherschutzministerium und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine Studie durchgeführt. Hierbei wurde deutlich, dass allein in Schleswig-Holstein ein Schaden von ca. 700.000 Euro jährlich entsteht.

Auch die Politik sieht Ernst-Wilhelm Rabius gefordert, unseriöse Machenschaften zu verhindern. So lange auf europäischer Ebene keine Entscheidung getroffen ist, fordert er eine nationale Lösung. „Wir wollen erreichen, dass vor Abschluss eines Vertrages im Internet immer ein spezielles Feld angeklickt werden muss, bevor der Vertrag zustande kommt. In diesem Feld müssen die gesamten Kosten des Vertrages ersichtlich sein. Wir unterstützen daher eine entsprechende Bundesratsinitiative„, erklärte er.
Mit der zuständigen Bundesministerin Aigner sei dieses Thema auch auf der Verbraucherschutzministerkonferenz am 16. September in Potsdam noch einmal eingehend erörtert worden.

Verantwortlich für diesen Pressetext:
Christian Seyfert, Christiane Conrad | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Foto: pixelio.de / Peter Kirchhoff

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