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Bocholt – Film und Vorträge zum Thema Demenz

Das „Netzwerk Demenz“ lädt am Samstag, 6. November, pflegende Angehörige und Interessierte zu einer Veranstaltung ins Kinodrom, Meckenemstr. 8, ein. Der Spielfilm „Eines Tages…“ zeigt drei packende Geschichten zu einem ernsten Thema: Leben mit Demenz. Die Hauptrolle spielt Horst Jansen. Weitere Höhepunkte des Tages sind Fachvorträge. U.a. geht es darum, pflegenden Angehörigen Mut zu machen.

Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr mit einem Stehkaffee. Zwischen den einzelnen Programmpunkten ist Zeit zum Austausch. Ein Mittagsimbiss wird gereicht. Die Veranstaltung endet gegen 15.15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich im Seniorenbüro der Stadt Bocholt unter Tel. 02871/953 520 oder -758.

Dr. phil. Udo Baer wird unter dem Titel „Das Herz wird nicht dement – Zugänge zu scheinbar unerreichbaren Menschen“ referieren. Baer ist ist Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut (HPG) und Rektor der Semnos-Akademie. Er ist therapeutischer Leiter, Mitbegründer, Senior-Geschäftsführer und Dozent der Zukunftswerkstatt therapie kreativ. Mittels verschiedener Forschungsprojekte arbeitet er stets an der Weiterentwicklung kreativer Therapien. Baer ist Autor zahlreicher Bücher.

„Demenz ist mehr als Vergesslichkeit. Demenz betrifft auch das Herz, bringt die Gefühle der Erkrankten und der Angehörigen und Pflegenden durcheinander. Worte allein reichen oft nicht, um Menschen in der Altenhilfe zu erreichen. Ganz gleich, ob sie an Demenz, Altersdepression oder anderem leiden, oft sagt eine Berührung, ein Bild oder ein Klang mehr als viele Worte“, so Baer. Erinnerungen hingen immer mit Gefühlen zusammen. Zusammenhänge hinsichtlich der Ereignisse fehlten den Betroffenen oft, aber das mindere nicht die Intensität des Erlebens. Daher gelte es in der Demenz, Wege des Kontaktes zu finden, die dieses Erleben ansprechen und somit das Herz berühren, meint der Experte.

In seinem Vortrag wird Baer erläutern, wie sich die Innenwelten der Menschen mit Demenz verändern und welche Schlussfolgerungen sich daraus für den Umgang mit ihnen ergeben.

Dritter Programmpunkt ist ein Vortrag vom „Institut für Mut und Entwicklung“ zum Thema „Umgang mit Belastungen durch Ermutigung“. Möglichkeiten des etwas anderen Umgangs mit Belastungen, wie z. B. die positive Beeinflussung von Stress,  werden durch Judith Möllmann und Stefanie Bönemann vorgestellt. Die beiden haben in Bocholt das „Institut für Mut und Entwicklung“ gegründet. Sie sind Individualpsychologische Beraterinnen und Encouraging-Trainerin. Ihr Motto:Entwicklung besteht aus drei Buchstaben: TUN. Und TUN braucht drei Buchstaben: MUT.

Stadt Bocholt
Foto: pixelio.de / schemmi

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