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Endlich! Ella Endlich – endlich DA

Dieses dämliche ENDLICH muß sich die Gute Ella Endlich wohl öfters anhören und lesen. Da beteiligen wir uns natürlich gerne dran. Kommen wir aber endlich zum Thema:

Ella Endlich ist da – und endlich ist ihr Album da, das am 15. Oktober 2010 veröffentlicht wird und mit einem kurzen „DA“ aufwartet. Und dieser Albumtitel, dieses „DA“ ist mehr als nur da sein, mehr als nur ein Wortspiel, es ist Ausdruck und Inhalt einer neuen Selbstverständlichkeit im Umgang mit deutscher Sprache im Schlager-Kontext.

Klarheit statt leblos aneinandergereihte Zeilen, Verbindung von Poesie und Alltagssprache und eine bewusste Befreiung von Klischees des verstaubten Schlagers, ist die zentrale Vision mit der Ella Endlich antritt und überzeugen möchte.

Dazu Ella: „Alles was eine Sängerin braucht liegt im Text. Der Rest ist eh nur Wahnsinn. Was ich singe, kommt aus mir, ist Herz und Seele. Ich möchte mich selbst ergreifen, mich suchen und finden. Dabei hilft mir die Musik, das Wort, ein Text und schon bin ich meiner Wahrheit ein wenig näher gekommen.“ Mit der romantischen Ballade nach der Melodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda ist Ella Endlich Ende 2009 ein Einstieg nach Maß gelungen.

Beeindruckend, wie galant sie in die Rolle einer Märchenprinzessin geschlüpft ist. Einfach zum Verlieben! So konnte sich die Single von Null auf Platz 29 der deutschen Charts platzieren und erreichte kurze Zeit später mit Platz 12 ihre bisher beste Notierung in den Media Control Single Charts.

19 Wochen Chart- Präsenz, über 70.000 verkaufte Units, große Fernsehsendungen wie das „Adventsfest der 1000 Lichter“ (ARD), „Musik für Sie“ (MDR) und „Willkommen bei Carmen Nebel“ (ZDF) sowie über 630.000 Aufrufe bei youtube stehen als Ergebnis bis heute fest. Die in Weimar geborene und in Berlin aufgewachsene Künstlerin wurde von ihrem Vater, dem renommierten Arrangeur und Produzenten Norbert Endlich, schon sehr früh an die Musik herangeführt.

Bereits mit zehn Jahren machte sie in einem Studio erste professionelle Gesangsaufnahmen. Nachdem sie während ihrer Schulzeit bereits Gesangs- und Tanzunterricht genossen hatte, unterzeichnete sie am 18. Juni 1998, ihrem 14. Geburtstag, einen Plattenvertrag – ein Datum, aus dem sich auch ihr damaliger Künstlername Junia ergab. Doch nach knapp zwei Jahren wurde ihr der Rummel zu viel und sie entschloss sich, ihre vielversprechende Karriere als Popstar erst einmal auf Eis zu legen.

Ein weiterer entscheidender Karriereschritt war im Jahr 2001 die Aufnahme an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München, wo sie Schauspiel, Gesang und Tanz mit dem Schwerpunkt Musical studierte und nach vier Jahren ihr Diplom mit Auszeichnung und Bestnoten bestand. Zu ihren zahlreichen Engagements zählen die Festspiele in Bregenz, wo sie in „La Bohème“ (2002) und „West Side Story“ (2003) mitspielte, diverse Inszenierungen am Prinzregententheater München sowie das Musical „Grease“ (2007) am Stadttheater St. Gallen.

Mit „DA“ ist Ella Endlich ein erster Einblick in ihre fabelhafte Welt geglückt. Einfach präsent sein, einfach nur da sein, eben ohne Zweifel Ella Endlich sein, alleine daraus speisen sich ihre selbstgeschriebenen Texte, füllen sich ihre Lieder und spiegeln gleichsam ein buntes Kaleidoskop an Gefühlen und Stimmungen wider. Die Idee, eine Song-Abfolge durch einen roten Faden zu verbinden, statt ein Dutzend Füller-Nummern um einen Hit zu platzieren, macht Ella Endlich zwar nicht zwangsläufig zum Vorreiter des deutschen Schlagers, zeigt aber, dass hier ein unerschöpflicher Quell an Ideen und Musikalität vorhanden ist.

Manche mögen bereits eine neue Form des Genres ausfindig gemacht haben, finden Begriffe wie Neo-Schlager oder Schlager-Nonchalance, um Ella Endlich zu begreifen, sie zu verstehen und musikalisch einzuordnen. Es ist jedoch vielmehr die Zeitlosigkeit, die man der Berlinerin vor allem für ihr Debütalbum attestieren kann, darf und muss. Eine neu oder besser gesagt, eine wieder gefundene Leichtigkeit zieht sich durch Titel wie „Hier ist mein Herz“, „Gänsehaut“ oder „Komm lass uns fliegen“. Ihre Leitmotive hat sie dabei eindrucksvoll in Musik verpackt ohne jedoch den Zeigefinger zu heben. Bemerkenswert dabei ist ihre Vernetzung von Herz und Realität, reizvoll hingegen ihr Spiel mit Gegensätzen – eben da und hier sein – einfach Ella Endlich sein.

Quelle: Warner Music Group Germany
Weitere Informationen: www.ellaendlich.de

Daniela Jäntsch

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