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Du und ich – das neue Album von DJ Ötzi

Zartheit, Zerbrechlichkeit, Zerrissenheit – nichts von alledem kannte man bisher von DJ Ötzi.

Auf seinem neuen Album „Du und ich“ zeigt er das erste Mal auch seine private Seite. Hinter dem Hit-Phänomen DJ Ötzi steckt ganz klar ein g’standener Mann aus Tirol namens Gerry Friedle, der gelernt hat mit seinem Alter Ego zu leben.

Wie oft schon wurde er in eine Schublade gepresst a la Ballermann-Musik? Seit seinem Durchbruch mit dem Hit „Anton aus Tirol“ zu oft. Ötzi selbst regt sich über diese Kategorisierung nicht auf und kommentiert trocken: DJ Ötzi ist in keiner Schublade. Er steht für sich selber. Er ist nicht Pop, nicht Rock – er war immer schon ein eigenes Segment.“

Mit dem neuen Album „Du und ich“ präsentiert Gerry Friedle die bekannte DJ Ötzi-Seite, lässt aber durchaus viel Gerry Friedle durchschimmern. Er singt ebenso begeistert fröhliche Up-Tempo-Nummern, die mit fetten Beats und eingängigen Texten die gewohnten Ötzi-Sounds aufleben lassen, verblüfft aber auch durch die Direktheit mancher Balladen, die nicht nur ins Herz zielen, sondern auch direkt treffen. Gerry Friedle mag mit dem Ballast leben, ein spaßgefälliges Hitwunder zu sein, doch wer näher hinsieht, erkennt das Mehr dahinter. Einen Mann, der an Gott glaubt, seine Familie verehrt und in der Idylle rund um Salzburg Flucht sucht vor der Medienbranche, die ihn einst verschlingen wollte.

Die Nullerjahre haben Ötzi nicht nur geprägt, sie waren auch immens erfolgreich: nach den Hits „Anton aus Tirol“ und „Hey Baby“ folgte der Mega-Erfolg von „Ein Stern“. Gold-und Platinauszeichnungen folgten.

Jetzt, mit seinem neuen Album „Du und ich“ sowie der Single „Ich kann fliegen“ will DJ Ötzi an seine alten Erfolge anknüpfen.

Man muss ein Leben gelebt haben, um Songs zu singen, die nicht nur nett anzuhören sind, sondern auch berühren. Oder, wie Gerry Friedle gerne sagt: „Man muss Dreck gefressen haben, um das Leben tatsächlich schmecken zu können.“

Das heißt im Fall von Gerry Friedle: das Gestern nicht vergessen, aber für das Morgen leben. Denn es ist einfach, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen und sich auf alten Wunden auszuruhen. Viel schwieriger ist es, Musiker zu sein, Songs zu präsentieren und sich der breiten Masse zu stellen, ohne eben diese Wunden öffentlich zu lecken. Gerry Friedle kann es trotz aller Widrigkeiten. Mit seinem neuen Album „Du und ich“ meldet er sich als DJ Ötzi zurück und präsentiert sich von einer Seite, die man bisher so nicht kannte. „Wenn man die Songs hört, hat man vielleicht nicht gleich den Einblick, was genau anders ist, aber man spürt ganz klar, dass sich viel verändert, viel entwickelt hat. Es ist jetzt eine ganz andere Baustelle. Man erwartet von DJ Ötzi fröhliche Spaßnummern, im Ballermann-Stil, aber man kennt es nicht, dass er emotional berührt ist, Gefühle zeigt, dass er sein Herz auf der Zunge trägt und sagt: Man muss mehr zusammenrücken in dieser Melancholie der Zeit“, erklärt Gerry Friedle.

Dabei wäre es so leicht, ihn in eine Schublade zu pressen, das kennt Gerry Friedle schon seit vielen Jahren. Ballermann-Kasper? Spaßmacher? Dauerlächler? Lauter Attribute, die er mittlerweile schulterzuckend abtut, weil er um deren Nichtigkeit weiß. Wozu über Kategorisierungen aufregen, wenn er selbst weiß, wo sein Platz ist? Gerry Friedle kommentiert das trocken. „DJ Ötzi ist in keiner Schublade. Er steht für sich selber. Er ist nicht Pop, nicht Rock – er war immer schon ein eigenes Segment.“ Viel Lärm um nichts. Er ist zu lange im Business, um sich durch Vorurteile aufrütteln zu lassen. Genau deshalb zeigt er sich auf seinem neuen Album verwundbar. Denn wer verwundbar ist, ist weniger angreifbar. Klingt irrational? Stimmt aber.

Auf „Du und ich“ ist Gerry Friedle präsenter als je zuvor. Ja, er ist auch DJ Ötzi. Aber in erster Linie er ist Gerry Friedle. Ein g’standener Mann aus Tirol, der gelernt hat, mit seinem Alter Ego zu leben, oder – wie er in dem Song „Ein Teil von mir“ singt: „Du bist und bleibst für alle Zeit ein Teil von mir, das schwöre ich dir, jetzt und hier“. Wen er damit meint, bleibt dahingestellt, doch Tatsache ist: Den einen gibt es nicht ohne den anderen.

Du und ich“ ist ein Album, auf dem gerade die leisen Töne hängen bleiben und zwischen den Zeilen Platz ist, sich fallen zu lassen. Verblüffend? Vielleicht. Neu? Nicht wirklich. Denn Gerry hat sich nicht verändert. Er war immer schon so – nur hat er bisher diese Seite von sich nicht gezeigt. Eine Seite, die sehr nachdenklich an die Arbeit an dem neuen Album gegangen ist: „Es war mir total wichtig, dass ich in der Jetzt-Zeit einen Zusammenhalt schaffe. Gerade heute, wo grundsätzlich eine gewisse Melancholie herrscht. Ich habe mich gefragt: Wie schaffe ich diesen Zusammenhalt?“ Die Antwort ergab sich bald: Indem er sein Herzblut in jeden Song legte, um die einzelnen Töne, die Texte nicht nur zu singen, sondern vollkommen zu fühlen. „Ich habe mich lange hingesetzt und gefragt: Wie bekomme ich das Gefühl in jede einzelne Nummer? Wie rufe ich mir dieses Gefühl in mir hervor? Habe ich überhaupt genau diese Gefühle tief in mir? Ich habe mich daran erinnert, wie es sich angefühlt hat, als ich das erste Mal verliebt war. Ein irrsinnig schönes Gefühl und unbeschreibend wohltuend. Ehrlich, ich habe mich in jeder einzelnen Nummer neu verliebt. Für mich war jeder Song eine Frau, die schwer zugänglich ist und um die ich mich bemühen muss. Es war aber immer die gleiche Frau, nämlich meine. Ich habe in jedem Song um sie gekämpft, damit alle Emotionen an der richtigen Stelle landen.“ Zartheit, Zerbrechlichkeit, Zerrissenheit – „Nichts von alledem“ kannte man bisher von DJ Ötzi. Genauso lautet einer seiner neuen Songs, und genauso spannend ist die Entwicklung, die wir auf diesem neuen Album beobachten können. Ein Album, dessen Entstehung durchaus schwierig war, wie Gerry Friedle beschreibt: „Dieses neue Album hat mich mehr oder weniger mein Leben gekostet. Da ist so viel Leidenschaft und so viel Herz, so viel Willen und so viel Stimme drin wie nie zuvor.“

Auf „Du und ich“ präsentiert Gerry Friedle sich von der bekannten DJ Ötzi-Seite, lässt aber durchaus viel Gerry Friedle durchschimmern. Er singt ebenso begeistert fröhliche Up-Tempo-Nummern, die mit fetten Beats und eingängigen Texten die gewohnten Ötzi-Sounds aufleben lassen, verblüfft aber auch durch die Direktheit mancher Balladen, die nicht nur ins Herz zielen, sondern auch direkt treffen. Gerry Friedle mag mit dem Ballast leben, ein spaßgefälliges Hitwunder zu sein, doch wer näher hinsieht, erkennt das Mehr dahinter. Einen Mann, der an Gott glaubt, seine Familie verehrt und in der Idylle rund um Salzburg Flucht sucht vor der Medienbranche, die ihn einst verschlingen wollte.

Wenn er singt „Alleine kommst du auf die Welt, alleine wirst du gehen“, dann kann man sich einer Innigkeit nicht entziehen, die einen sofort gefangen nimmt. Ein Gefühl, das sofort direkt nach oben steuert, wenn die nächste fröhliche Nummer daherkommt und einen mitnimmt, als ob es keine Traurigkeit da draußen gäbe. Es ist die Mischung aus Glück und Schmerz, die Gerry Friedle gekonnt miteinander kombiniert und die das Album so abrundet, dass Ohrwürmer wie „Ich will mit dir fliegen“ oder „Lieb ich dich“ perfekt auf zarte Balladen wie „Für meine Kleine“ und „Nichts von alledem“ treffen.

Ja, Gerry Friedle nimmt erneut Kurs auf die Charts. Gemeinsam mit DJ Ötzi. Ein Dreamteam? Vielleicht. Der Erfolg spricht für sich. Die Nullerjahre haben Gerry Friedle nicht nur geprägt, sie waren auch immens erfolgreich: Rund zehn Jahre nach den Hits „Anton aus Tirol“ und „Hey Baby“, dem Mega-Erfolg von „Ein Stern“ und den erfolgreichen Gold- und Platin-Alben „Sternstunden“ (2007) und „Hotel Engel“ (2009) erscheint nun das neue Album „Du und ich“. Gold wert? Durchaus. Doch Gerry Friedle macht sich nichts vor. „Jeder Traum hat seinen Preis. Ich versuche jedoch, jeder bitteren Stunde auch ihr Gutes abzugewinnen.“

Du und ich“ lautet der Name des neuen Albums von Gerry Friedle alias DJ Ötzi. Doch dabei bleibt es sicher nicht. Gerade weil es sein bisher persönlichstes Werk ist, wird es auch den Nerv von „Uns und euch“ treffen. Großes Ötzi-Ehrenwort.

Weitere Infos unter www.dj-oetzi.de


mcs

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