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Magdeburg – Goldene und Diamantene Hochzeitspaare im Alten Rathaus geehrt

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus Ehepaare, die im November bzw. Dezember 2010 ihre Goldene oder Diamantene Hochzeit feierten. Bei Kaffee und Kuchen hatten die Jubelpaare Gelegenheit, mit ihm und seinem Stellvertreter, dem Beigeordneten für Kultur, Schule und Sport Dr. Rüdiger Koch, ins Gespräch zu kommen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Randy Darius, Schüler  des Magdeburger Konservatoriums „Georg Philipp Telemann“.

„Der feierliche Empfang für die Goldenen und Diamantenen Hochzeitspaare im Alten Rathaus ist nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch Dank und Anerkennung für ihre Treue zu Magdeburg und die geleistete Arbeit.“, so Oberbürgermeister
Dr. Lutz Trümper. „Die Paare haben den Wandel der Zeiten, aber auch die Veränderungen in unserer Stadt über Jahrzehnte miterlebt, begleitet und mitgestaltet. Heute beteiligen sich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger auf vielen Ebenen an der Gemeinwesenarbeit. Ich danke allen, die sich im Alter ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren.“


In die Gratulation schloss das Stadtoberhaupt Erinnerungen an die Jahre 1950 und 1960 ein und ließ Ereignisse der Stadtgeschichte Revue passieren: „Die 50er und 60er Jahre waren bewegte und harte Jahre, aber auch Jahre voller aufkeimender Hoffnung, ganz im Zeichen des Umbruchs und Neuanfangs.“

1950 öffnete das Gesellschaftshaus in der Schönebecker Straße als „Haus der Jungen Pioniere“ wieder seine Pforten und der erste Nachtkindergarten wurde in der Maschinenfabrik Wolf-Buckau eröffnet, die Pawlow-Poliklinik in der Schönebecker Straße und die Brücke des Friedens über die Alte Elbe wurden feierlich eingeweiht, das ehemalige Zentraltheater wurde als Maxim-Gorki-Theaters wiedereröffnet, es erfolgten die Grundsteinlegung für die katholische Sankt-Andreas-Kirche in Cracau und die Eröffnung unseres heutigen Zoologischen Gartens als Heimattiergarten. Aber auch Ereignisse wie die Umbenennung von über 100 Straßen, Wegen, Plätzen und ganzen Stadtteilen prägten das Jahr 1950.

1960, ein Jahr vor dem Bau der Mauer und der Trennung Deutschlands für Jahrzehnte, war Magdeburg fast trümmerfrei, nach und nach erfolgte der Wieder­aufbau, Wohnungen entstanden und die Bezirkshauptstadt wurde zur Stadt des Schwermaschinenbaus.

Neue Cafés und Hotels eröffneten, wie das Selbstbedienungs-Café „Liliput“ in der damaligen Karl-Marx-Straße oder das Hotel „International“, die Sonderschule für körperbehinderte Kinder in der heutigen Jean-Burger-Straße und der Kindergarten am Krankenhaus Altstadt wurden eröffnet, in den neuen Schulen am Nordpark und am Lindenhof begann der Unterricht und Gustav Adolf Schur gewann die 12. Etappe der Friedensfahrt, die im Ernst-Grube-Stadion endete.

59 Paare, die in den zurückliegenden Wochen ihr goldenes Ehejubiläum gefeiert haben und 16 Diamantene Paare waren zum heutigen Empfang geladen. Die Jubelpaare nutzten die Gelegenheit, um Wünsche zu äußern, Anregungen weiterzugeben und Fragen zu stellen. Als Zeichen der Ehrung wurden den „Goldenen Paaren“ Urkunden und eine Rose sowie den „Diamantenen Paaren“ eine Glückwunsch­urkunde des Ministerpräsidenten und ein Blumenstrauß überreicht.

1950 heirateten 3.161 Paare in acht Standesämtern, 1960 ließen sich 2.837 Paare in sechs Magdeburger Standesämtern trauen. Im Jahr 2010 gaben sich lediglich 926 Paare das Ja-Wort. In diesem Jahr werden wir in Magdeburg voraussichtlich über 860 Goldene, fast 250 Diamantene, rund 40 Eiserne sowie hoffentlich 5 Gnadenhochzeiten begehen.

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

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