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Automesse in Shanghai – VW enthüllte seine Ikone Beetle

Die Premiere konnte nicht eindrucksvoller zelebriert werden: Im Vorfeld der Auto Shanghai enthüllte VW seine Ikone Beetle. „Der Beetle gehört genauso zu Volkswagen wie China“, sagte Professor Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, auf dem Media-Event am Jangtse-Ufer mit den eindrucksvollen Wolkenkratzer Shanghais im Hintergrund.

Dieses Auto zählt eine Geschichte: „Wenn man morgen erfolgreich sein will, muss man seine Wurzeln kennen und auch mal zurückschauen“, eröffnete Dr. Ulrich Hackenberg, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen und verantwortlich für die Entwicklung, die Vorstellung. Deshalb zurückschauen, „weil der Käfer mit rund 22 Millionen verkauften Exemplaren das Auto schlechthin, das Symbol für Mobilität ist.“

Der New Beetle, der 1997 vorgestellt wurde, brachte dann ein neues Lebensgefühl und die Beetle-Mania. „Seinen Charme verdankte er der geschwungenen Motorhaube, die ihn zum wohl einzigen Auto machte, das lächelte“, erinnert Hackenberg und erläuterte, „dass der New Beetle den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft des Automobil-Desgins vollendet.“ Er galt schnell als Design-Ikone und wurde zu einem Sympathieträger, von dem mehr als eine Million verkauft wurden. Doch mit den Jahren ebnete das Verkaufsinteresse ab, sein markantes Design konnte auch nicht mehr alle Emotionen wecken.

Die männliche Kundschaft wünschte sich mehr Dynamik sowohl beim optischen Auftritt und beim Fahren. VW hat reagiert und schlägt mit dem gerade vorgestellten neuen Generation Beetle das nächste Kapitel auf. „Ob Cola-Flasche, Iphone, Ray-Ban, Aviator oder Beetle, wie kann man ein Design neu erfinden! , das derart bekannt und eigenständig ist,“ fragt Entwicklu ngschef Hackenberg. Klare Antwort: „Entwerft ein neues Original.“ Und genau das hat VW getan. Ein Vergleich mit dem Vorgänger zeigt: Nichts blieb beim Alten. „Den Beetle kennzeichnet jetzt eine klare, selbstbewusste und souveräne Sportlichkeit. Der Wagen ist nicht nur flacher, sondern auch erheblich breiter, die Motorhaube ist länger, die zurückgesetzte Frontscheibe wesentlich steiler. Das alles führt zu einer neuen Dynamik,“ erläutert Klaus Bischoff, VW Designchef, die Karosserieform des Beetle 2011. 

 Während der Vorgänger mit drei Halbkreisen – Kotflügel vorn, Kotflügel hinten, Kuppeldach drüber – skizziert wurde, löst sich das neue Modell von dieser Geometrie. Die Dachsilhouette verläuft wesentlich flacher. Die Fakten bestätigen das: Der Neue ist 1.808 mm breit (plus 84 mm), 1.486 mm hoch (minus 12 mm) und 4.278 mm lang (plus 152 mm). Die völlig ! neuen Proportionen lassen den Beetle jetzt bulliger auf der Straße stehen. Durch das Plus an Länge konnte das Dach nach hinten gezogen werden, ebenso rückte die Windschutzscheibe weiter nach hinten und das Heck der Kontur des Ur-Käfers folgen. Der neue Schwerpunkt liegt auf der C-Säule. Der Beetle wirkt insgesamt dynamischer und sportlicher. Dabei konnten die Designer die Ur-Silhouette des Käfers stärker herausarbeiten – wesentlich besser als dies beim New Beetle umgesetzt wurde.

„Der neue Beetle sollte sportlicher, dynamischer, maskuliner sein und wird uns damit helfen, neue Kunden zu gewinnen“, sagte Hackenberg in Schanghai. „Lifestyle-Kunden, die sich bisher für Fahrzeug von anderen Herstellern entschieden haben, weil es von Volkswagen nicht das richtige Angebot gab.“ Jedenfalls bis jetzt. Der neue Beetle wird ab September 2011 in den USA, einen Monat später in Europa und Anfang 2012! in Asien verkauft.



In Deutschland soll die Design-Ik one zum Preis von knapp über 20.000 Euro starten. Neben den Ausstattungen „Beetle“, „Design“ und „Sport“ stehen drei aufgeladene Vierzylinder-Benziner mit 105 PS (77 kW), 160 PS (118 kW) und 200 PS (147 kW) sowie zwei TDI mit 105 PS (77 kW) und 140 PS (103 kW) zur Wahl. „Die Motoren können optional mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden, das natürlich den Komfort steigert und den Verbrauch senkt“, erklärte Hackenberg. Beispielsweise soll der Beetle 1.4 TSI (160 PS) samt DSG nur 5,9 Liter auf 100 km verbrauchen – „und auch das ist cool“, freut sich Entwicklungschef Ulrich Hackenberg.

(Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)
Foto: VW/dpp

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