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Zwei historische Käfer in Brescia am Start der Mille Miglia 2011

Endlich ist es so weit: Die Startflagge zur Mille Miglia (12. bis 15. Mai) hat sich gestern Abend um 19.30 Uhr in Brescia gehoben. Eine der faszinierendsten Oldtimerrallyes begibt sich auf die 1.600 Kilometer lange Strecke nach Rom und zurück. Wie in jedem Jahr wird auch diesmal mit mehr als einer Million Zuschauern gerechnet, die es an die Strecke und Etappenziele zieht, um die legendären Fahrzeuge anzufeuern und zu bewundern. Mit von der Partie auch bei der diesjährigen Historien-Rallye ist Volkswagen Classic mit seinen automobilen Schmuckstücken. Und Prominenz aus Kultur, Sport und Wirtschaft sorgt für zusätzliche Glanzpunkte.

Die Mille Miglia gilt in Italien als das Rennen schlechthin.
Premiere war 1927, bereits damals hatte die Rallye den Ruf, eine der weltweit längsten und hä! ;rtesten zu sein. Nach ihrem vorläufigen Ende 1957 wurde sie 1977 wiederbelebt und hat seither nichts an Charme und Anziehungskraft verloren. Während die historischen Fahrzeuge jedes Jahr die Fans in ihren Bann ziehen, ist es der Enthusiasmus eben dieser Zuschauer, der den Reiz für die Fahrzeugbesatzungen ausmacht. Selbst hartgesottene Profis bleiben davon nicht unbeeindruckt.

Ging es bei der Mille Miglia früher Jahre um Höchstgeschwindigkeit, werden heute Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. An dem historischen Kurs nehmen ausschließlich Fahrzeuge teil, die einst nachweislich bei der Originalauflage dabei waren. So durften auch zwei originalgetreu aufgebaute Käfer in Brescia am Start nicht fehlen. Ihre Vorbilder, sie stellten sich damals im Wettbewerb einer weitaus leistungsstärkeren Konkurrenz, erregten schon bei der Mille Miglia in den 50er-Jahren Aufsehen.

Das tat der ! Käfer seit seinem Bestehen ja ohnehin. Er war Statussymbol und se it jeher ein Aushängeschild der aufstrebenden Autonation. In seiner Geschichte löste ein Produktionsrekord den anderen ab, und nur behutsam nahmen seine Macher Verbesserungen im Detail vor.

Das Gesamtwerk Käfer aus den frühen 50ern wollten sie unbedingt beibehalten. Und der Erfolg gab ihnen recht. Des Käfers Fan-Gemeinde war vielschichtig, sein Image klassenlos. Er war ebenso Gebrauchsgegenstand wie Kultobjekt. Entsprechend vorsichtig nahm man ihn aus dem Rennen: 1978 in Emden, 1980 bei Karmann in Osnabrück, wo das Cabrio vom Band lief, und 2003 in Mexico.

Legenden der Konzernmarken Audi, Porsche, Bentley und Bugatti
Bei der Mille Miglia 2011 machen sich die Käfer gemeinsam mit den anderen Rallye-Teilnehmern und Legenden der Konzernmarken Audi, Porsche, Bentley und Bugatti nun auf den Weg vorbei am Gardasee nach Bologna als erstes Streckenziel, um dann in Richtung Adria-Küste aufzubrechen. Von dort führt der Weg über Rieti zum Etappenziel Rom. Am 14. Mai tritt der Tross seine! dritte Etappe und damit die Rücktour nach Brescia an. Auf dem Weg dorthin warten aber Höhepunkte auf Teilnehmer und Fans, denn die Strecke führt auch durch Städte wie Siena, Florenz und Parma. (dpp/arie)

Foto: Volkswagen Classic schickt bei der diesjährigen Mille Miglia zwei Käfer an den Start. Foto: VW/dpp

Mehr Infos zur Mille Miglia bei Wikipedia

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