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Schei… EHEC – was soll ich bloß noch essen?

EHEC ist leider in aller Munde, okay, d.h. wenn, dann eher im Darm. Unsere hoch dotierten Wissenschaftler haben das sprichwörtliche Fragezeichen über dem Kopf schweben, auf gut Deutsch, sie sind ratlos. Wo kommt EHEC bloß her? Scheinbar sind unsere Verantwortlichen aber auch noch immer nicht so richtig an die Sache ran gegangen.  Wo bleibt so langsam z.B. eine einheitliche, bundesweite Katastrophen-Leitung? Es entwickelt sich nämlich zur Katastrophe.

Und da keiner was weiß, weiß auch keiner mehr, was er bald essen soll. Okay, man könnte auf Schnaps, Bier und Salzstangen umsteigen, da sollte nicht viel passieren und ständig fröhlich ist man auch noch. Das kann aber auch nicht die Lösung sein. Die Barmer GEK hat sich da eigene Gedanken gemacht.

Die Verunsicherung ist groß. Viele Deutsche fragen sich: Zu welchen Obst- und Gemüsesorten kann ich in Zeiten von EHEC überhaupt noch greifen? Schade ich sogar meiner Gesundheit, wenn ich den Empfehlungen folge und auf Tomanten, Gurken und Salate verzichte? Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der BARMER GEK, kann die Verbraucher beruhigen. „Einen Vitaminmangel muss niemand befürchten. Schließlich stehen genügend andere Gemüsesorten zur Verfügung.“

Leckere Vielfalt
Ob Kohlrabi, Möhren, Zucchini, Blumenkohl, Bohnen, Broccoli, Paprika, Mangold, Spitzkohl oder Sellerie, die Auswahl in den Gemüsetheken und Tiefkühltruhen ist groß. Es kommt nur auf die richtige Zubereitung an. Statt das Gemüse roh zu essen, sollten Verbraucher es dünsten oder schmoren – und zwar nicht nur, bis es bissfest ist, sondern richtig durchgaren. Das empfiehlt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung in seinem Merkblatt zur Vermeidung von EHEC-Infektionen. Denn EHEC-Erreger werden durch das Erhitzen beim Kochen, Braten und Schmoren abgetötet. Voraussetzung ist, dass für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 °C im Kern des Lebensmittels erreicht wird. Wer ganz sicher gehen will, sollte das Gemüse deutlich länger als zwei Minuten garen. Aus so zubereitetem Gemüse – etwa aus Blumenkohl, Bohnen und Sellerie – lassen sich auch leckere Salate herstellen.

Vorsichtsmaßnahmen
Vor allem mahnt Rudischer zu einem peniblen Umgang mit Lebensmitteln. Das gründliche Händewaschen vor und während der Zubereitung ist Pflicht. Außerdem sollte ungewaschenes Obst und Gemüse nicht in Reichweite von kleineren Kindern aufbewahrt werden, vor allem keine ungewaschenen Erdbeeren. Besondere Vorsicht ist beim Selberpflücken auf den Erdbeerfeldern angesagt. „Auch wenn es noch so verlockend ist, zurzeit sollte sich niemand Erdbeeren direkt von der Pflanze in den Mund stecken“, so Rudischer. Grundsätzlich sollte man Obst und Gemüse vor dem Schälen waschen – am besten unter fließendem, warmem Wasser – und nach dem Schälen nochmals waschen. Darüber hinaus empfiehlt Rudischer,

– Gemüseabfälle sofort entsorgen.
– Gemüse separat von anderen Lebensmitteln aufbewahren, z. B. in einer eigenen Schüssel, auf einem eigenen Teller.
– Auf Hackfleisch verzichten oder sofort nach dem Kauf sehr gut durchbraten.
– Keine Rohmilch Produkte verwenden: abgepackter Rohmilchkäse muss mit dem Hinweis „mit Rohmilch hergestellt“ gekennzeichnet sein.
– Einmal-Küchentücher verwenden.

EHEC bei Wikipedia

Bild: EHEC-Bakterium auf Darmflora; Quelle: www.biotechnologie.de
BARMER GEK
lifepr

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