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Kaliforniens Diebe entdecken den Kat – krumme Geschäfte

Durch den hohen Platingehalt und den jüngsten Preisanstieg des Edelmetalls lassen sich auf Schrottplätzen lukrative Geschäfte machen. Das Risiko ist für die Diebe relativ gering. Kats sind von außen zugänglich und in Kürze ausgebaut, Autoalarmanlagen sprechen nicht an und die Langfinger sind unter dem Fahrzeug gut versteckt.

Der Ideenreichtum Kleinkrimineller kennt auch in Kalifornien keine Grenzen. Neuester „Sport“: Auf Parkplätzen oder in Parkhäusern werden zum größten Teil nachts die Abgaskatalysatoren entwendet. Bei abgelegenen Park&Ride-Parkplätzen sind die Kat-Diebe laut „Handelsblatt“ sogar tagsüber aktiv.

Besonders große Kats von SUVs und schweren Geländewagen mit großvolumigen Motoren stehen ganz oben auf der Liste. Liebstes Opfer ist dabei der Toyota 4Runner. In der Kleinstadt Pleasant Hill nahe Concord traf es Anfang Juni innerhalb von 24 Stunden vier 4Runner und einen Toyota Tacoma-Geländewagen. Das in diesen Fahrzeugen verwendete Platin gilt als besonders rein.

Ein gestohlener Kat erzielt Preise von 200 US-Dollar oder mehr. Autoradios oder Navigationsgeräte kommen da nicht mehr mit. Für die Fahrzeughalter kann es schnell teuer werden. Je nach Beschädigungsgrad der Abgasanlage werden 700 Dollar aufwärts fällig. Um schneller und einfacher arbeiten zu können, verwenden immer mehr Diebe hydraulische Scheren.

Als Gegenmaßnahme hat sich die Polizei von Concord jetzt in einer ungewöhnlichen Aktion mit Toyota zusammengeschlossen. Die örtliche Toyota-Niederlassung bringt bis zum 20. September kostenlos zusätzliche Sicherungshalterungen an. Mit einer zusätzlich eingeschlagenen Seriennummer wird das Fahrzeugteil für die Ganoven wertlos, weil der Schrotthändler diesen gekennzeichneten Kat nicht kauft. Die Ordnungshüter wollen in Zukunft verstärkt auf Schrottplätzen nach gestohlenen Kats suchen. So soll das Risiko für Hehler zusätzlich vergrößert werden.

(Auto-Reporter.NET/br)
Foto: Deutsche Börse/Auto-Reporter.Net

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