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Peter Maffays Album sieht: TABALUGA und die Zeichen der Zeit

Peter Maffays Album „TABALUGA und die Zeichen der Zeit“ inkl. der Single „Die Zeit hält nur in Träumen an“ (Duett mit Mandy, Ex-„Monrose“) erscheint am 07.10.2011.

Die Geschichte von TABALUGA
von Gregor Rottschalk

Dies ist die Geschichte von TABALUGA, dem Sohn Tyrions, der auszog vernünftig zu werden, dem leuchtenden Schweigen begegnete, seine Eisprinzessin Lilli fand und einen mächtigen Widersacher, Arktos, den Herrn des Eises; die Geschichte des kleines grünen Drachen, der das Glück fand und verschenkte und schließlich die Zeichen der Zeit verstehen lernte!

Was bisher geschah:
TABALUGA UND DIE REISE ZUR VERNUNFT (1983)
TABALUGA, der verspielte kleine Drache, hat Familienkrach, wie er bei jedem Schulkind irgendwann mal vorkommt: Sein Vater erwischt ihn beim Unfug, obwohl er eigentlich Hausaufgaben machen soll. Und das zum wiederholten Mal. Der alte Drachenvater handelt
konsequent: Er schickt seinen Sohn, wie das bei Drachen seit jeher üblich ist, in die Fremde, damit er vernünftig und erwachsen werden soll. Und er lässt ihn damit Dinge erleben, die sich so mancher von uns Menschen, so märchenhaft sie auch erscheinen, auch als Erwachsener wünschen würde: Nach einer spektakulären Mondlandung erklärt ihm unser Trabant das Geheimnis seines Daseins: Er macht die Zeit! Zurück auf der Erde deuten ihm die Ameisen den Sinn des Lebens auf ihre Art: Arbeit ist das halbe Leben, Ordnung ist die andre Hälfte! Die Begegnung mit dem Baum des Lebens lässt TABALUGA schon 1983 (das Jahr des ersten TABALUGA-Albums) als echten „Grünen“ erscheinen: Die Natur schützen und bewahren ist unser aller Aufgabe. Doch bei allem Ernst soll die Freude nicht zu kurz kommen; das Verhalten der Delphine, die TABALUGA kennen lernt, lehrt ihn: Nur nicht alles so verbissen sehen! Die Begegnung mit der Meeresschildkröte Nessaja schließlich lässt den kleinen Drachen zu dem Symbol des Mahners vor allzu großer Logik werden, dem Bekenner zur Fantasie und der Huldigung des Kindlichen in uns: „Ich wollte nie erwachsen sein“, sagt sie und fügt hinzu:

Erwachsen – was heißt das schon?
Vernünftig – wer ist das schon?
Ich bin ich, und du bist du das ist alles, was ich weiß.
Du bist jung, und ich bin alt aber was kann das schon bedeuten?

TABALUGA UND DAS LEUCHTENDE SCHWEIGEN (1986)
Wieder beginnt die Geschichte damit, dass der Kleine unerlaubt mit einem magischen Jadestein spielt und von seinem Vater dabei erwischt wird. Doch TABALUGA ist klüger geworden, er kommt der Strafpredigt seines Vater zuvor, indem er ihn mit einer Serie von Fragen bombardiert, die ein jedes Kind irgendwann einmal stellt, unter anderen: „Wo komm ich her, wo geh ich hin?“, und bringt Tyrion, seinen Vater, damit ganz schön in Verlegenheit! Mit Hilfe des wundersamen Jadesteins wird er zum Wanderer zwischen den Welten. Er reitet auf einem Regenbogen, der ihm auf (ein-) leuchtende Weise das Prinzip der Spektralanalyse erklärt (also sein eigenes):

Leuchtendes Schweigen
Ein Lied aus tausend Farben
Klang ewiger Stille
Die alles weiß

Verwirrt reist TABALUGA weiter in die trostlose Welt der Seelenlosen Maschinen und trifft einen Roboter aus Stahl, der in seiner Einsamkeit doch so menschlich scheint. Auch Verführungskünsten einer gewissen, männermordenden eiskalten Dame muss der Drache widerstehen, und sogar der Tod will seinem Leben ein Ende setzen, doch der entdeckt schließlich, dass es sich bei seinem Auftrag um eine Verwechslung handelt.

Es soll noch schlimmer kommen: Eitelkeit, Neid und Hass verkörpert durch Daimon, zwingen TABALUGA zurück in die Wirklichkeit: Er lernt Abschied und Trauer kennen (TABALUGA verliert den geliebten Vater, der ihn beschützen will, in einem martialischen Kampf mit bösen Mächten). Es bleibt ihm jedoch die Gewissheit, seinen Vater nicht wirklich verloren zu haben, seine Liebe währt über den Tod hinaus, und so schwingt endlich in „Danke an das Leben“ eine Versöhnung mit dem Schicksal mit, das den kleinen Drachen ein wenig erwachsener erscheinen lässt: „In diesem Augenblick flossen die Farben des Regenbogens ineinander und verbanden sich zu einem alles überstrahlenden Weiß, einer Brücke aus Licht. Es war: Das leuchtende Schweigen.“

Genau genommen ist der Vollmond schuld daran, dass der kleine Drache TABALUGA in dieser Nacht nicht schlafen kann und dem seltsamen Klopfen und Klingen folgt, das er aus weiter Ferne hört. Er schwingt sich in die Lüfte und folgt den fremden Lauten, direkt in das Reich von Arktos, dem Herrn des Eises, einem Wesen von böser Art.

Und schon sind wir mittendrin, in der Liebesgeschichte von

TABALUGA UND LILLI (1993)
Feuer und Eis, die elementaren Gegensätze, prallen aufeinander. Arktos schafft sich ein Wesen aus Eis, das TABALUGA magisch anzieht: Es ist Lilli, die Eisprinzessin. Ein Gefühl, das TABALUGA sich nicht erklären kann, überkommt ihn. Obwohl Arktos es ihm verwehrt, will TABALUGA Lilli wiedersehen und macht sich auf die Suche nach ihr. Im Traum erscheint ihm sein Vater Tyrion und gibt ihm Ratschläge. Doch TABALUGA muss seine eigenen Erfahrungen machen. Auf der Suche nach dem wahren Feuer macht er Bekanntschaft mit einem Vulkan, und wie Eva in der Bibel der Versuchung der Schlange erliegt, (die Sache mit dem Apfel) so spielen der Kratermann und ein gewisser roter Knopf, den er drückt, obwohl das verboten ist, bei einer (Fast-) Katastrophe eine wichtige Rolle. Das Feuer hat viele Gesichter, und die Schwarze Witwe Tarantula, eine listige Spinne, will TABALUGA ihre Art von Feurigkeit spüren lassen. Wider Willen und mit Erstaunen muss sie bekennen: Feuer und Gefühl haben etwas miteinander zu tun! Den Spieltrieb des kleinen Drachen ausnutzend, veranstaltet Arktos in seinem Eispalast eine Riesen-Party, während deren Verlauf er TABALUGA dazu verführt, mit ihm um Lilli zu würfeln. TABALUGA setzt sein Feuer aufs Spiel… und gewinnt! Dabei entdeckt er ein neues, unbekanntes Feuer in sich: Die Liebe!

Die erste Romanze im Leben des Drachen entwickelt sich mit Höhen und Tiefen, überschwänglichem Gefühl und Eiseskälte! Zu viel für den unerfahrenen TABALUGA. Zum rechten Zeitpunkt taucht Ostrakes, ein weiser Taschenkrebs auf, der TABALUGA den Kopf zurechtrückt: Man muss im Leben wissen, wo man steht. Er bedeutet ihm, dass die stärkste Waffe gegen das Böse das Feuer der Liebe sei. Schließlich ist Arktos noch nicht besiegt: Er hat den Schlüssel zur Macht! TABALUGA lernt auch diese Lektion: Mit einem gewaltigen Feuerstrahl schmilzt TABALUGA das Eis, beide liegen sich in den Armen.

Die Liebe ist unendlich, durchdauert Raum und Zeit
Der Hass ist klein und weiß nichts von dieser Ewigkeit
Der Hass ist kalt. Die Liebe brennt
Der Hass erlischt. Die Liebe lebt!

TABALUGA feiert seinen 7. Geburtstag und hat von seinen Freunden schöne Geschenke bekommen.

TABALUGA UND DAS VERSCHENKTE GLÜCK (2002)
und damit eine Geschichte über das Schenken, Verschenken und Beschenktwerden und das jeweilige Glück, das daraus (vielleicht) entsteht. Ketten der Freundschaft werden ihm überreicht. Aus Diamanten, Gold, Perlen und aus bunten Murmeln. Eine Kette ist aus schwerem Eisen, eine weitere aus feinstem Silber getrieben und eine echte Glücksbringer- Kette aus vierblättrigem Klee ist auch dabei. Arktos bietet ihm eine Kette aus Schneekristallen im Tausch gegen die aus Diamanten. TABALUGA geht auf den Handel ein. In dem Augenblick aber, in dem er sich die Schneeflockenkette umhängt, ist sie auch schon geschmolzen. Doch TABALUGA ist darüber gar nicht traurig. Im Gegenteil: „Jetzt bin ich ein Stück leichter. Seht her, bin ich ein Glücksdrache!“, jubelt er. TABALUGA verschenkt seine Schätze frohen Herzens: Seine Goldkette tauscht er bei den Bienen gegen einen Topf Honig, denn Gold man nicht essen! Einem vergifteten Bach schenkt er die Kette aus Murmeln, damit er wieder fröhlich wird. (Wenn es denn hilft.) Als ein Blitz im Baum des Lebens einschlägt, legt er seine schwere Eisenkette um den Riss des verwundeten Baums. Seine Begründung: „Dafür sind Freunde da“. Ein Pechvogel bekommt die Kette mit Glücksklee geschenkt. Und Perlen machen sogar ein Dreckschwein wieder ansehnlich. Selbst die letzte Kette aus Silber, auf die eine raffgierige Silberfüchsin scharf ist, verschenkt TABALUGA leichten Herzens. Nun sind alle Geschenke weitergeschenkt – und damit jedes Mal auch ein Stückchen Glück. Für ihn oder auch für die Beschenkten? TABALUGA hat erkannt: „Zum Leben brauchst du nur das Feuer, denn Feuer ist die Energie.“

Beim übermütigen Versuch, über eine Gletscherspalte zu springen, stürzt er ab. Das Eis beginnt sein Drachenfeuer zu löschen…Nun sind es die Freunde, die ihm helfen, sie bilden eine lebende Kette, um ihn aus der Gefahr zu befreien. Diesmal hat er wirklich Glück gehabt. Seine Rettung ist die Kette der Freundschaft. Da nähert sich ein später Gast. Nessaja, die weise Schildkröte, überreicht ihm einen prächtigen Spiegel. „Er wird dir sagen, wie es um dich bestellt ist. Aber sei vorsichtig, der Spiegel spricht in Rätseln!“ Was TABALUGA nun sieht, ist ein zusammengesunkenes Zerrbild eines Drachen, eine miese Ratte, die keinen Wert auf Freundschaft legt. Von Herzen Geschenktes einfach weiterzuschenken? Das tut man nicht! Der Drache springt mit aller Macht in sein eigenes Spiegelbild und zerstört es. Nun kann er befreit aufatmen: Ich habe meine Geschenke weiter verschenkt, weil ich anderen damit helfen konnte. Was sind schon ein paar Ketten, wenn sie anderen Glück bringen? Das Glück verschenke ich gern! Sein Fazit:

Du kannst das Glück verschenken
indem du’s achtlos hinwirfst, ohne nachzudenken
Doch wenn du es mit Herz verschenkst und mit Bedacht
so dass es andern eine Freude macht
solch verschenktes Glück
kommt hundertfach zurück

Sony Music / Ariola – Sabine Rothmair

www.tabaluga.com und www.maffay.de

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