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Hildegard Knef zu Ehren: TV, Album und mehr

Am 1. Februar jährt sich der Todestag der großartigen Hildegard Knef im 10. Jahr.
Zu Ehren der Grand Dame des deutschen Chansons widmet sich auch das deutsche Fernsehen dem Gedenken an die bedeutende Künstlerin. Neben einigen Spielfilmen, die u.a. in der ARD und im ZDF gezeigt werden, wird es am 28. Januar ein großes HILDEGARD KNEF-TV-Special im rbb (Radio Brandenburg Berlin) geben.

Nach einer neuen zweistündigen Dokumentation mit dem Titel „Hilde Knef – ein Weltstar aus Berlin“ (20.15 Uhr) sendet das Funkhaus die große Gala „Rote Rosen“ (22.15 Uhr) mit Gästen wie Annett Lousian, Stefan Gwildis, Klaus Hoffmann, Bürger Lars Dietrich, Ella Endlich und Pe Werner, die vom Deutschen Filmorchester Babelsberg begleitet werden. Die große Show wird moderiert von Barbara Schöneberger.

Im Anschluss daran zeigt der Sender dann den Spielfilm „Die Sünderin“ aus dem Jahr 1954 (23.45 Uhr). An den folgenden Tagen kommen dann noch weitere Filme und Dokus.

Ihr Leben war eine Achterbahnfahrt, und als sie starb, ging eine Ikone der deutschen Schauspiel- und Chansonkunst. Am 1. Februar 2002 erlag HILDEGARD KNEF im Alter von nur 76 Jahren den Folgen einer schweren Lungenentzündung, doch die Erinnerung an die große Dame der deutschen Bühne ist lebendig wie eh und je. Unvergessen sind ihre Filme wie „Die Mörder sind unter uns“ (1946), „Die Sünderin“ (1951) oder „Lulu“ (1962), unvergessen auch ihre Rolle in Brechts „Dreigroschenoper“ (1963). Sie war Deutschlands beliebteste und erfolgreichste Chansonette und hinterließ Lieder wie „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, „Eins und Eins, das macht Zwei“, „Von nun an ging’s bergab“, „Ich brauch Tapetenwechsel“, „17 Millimeter“, „Im 80. Stockwerk“ und natürlich „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“.

Zahlreiche Soloalben und Compilations, Best Of- und Live-Alben ließen Hildegard Knef zur erfolgreichsten Chanson-Sängerin Deutschlands werden. Und sie blieb stets am Puls ihrer Zeit: Anfang der neunziger Jahre spielte sie eine Neuaufnahme von „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ mit der NDW/Punkband Extrabreit ein und nahm etwa ein halbes Jahr vor ihrem Tod eine packende Version von Rammsteins „Engel“ auf. Im Jahre 2000 wurde sie für ihr Lebenswerk unter Standing Ovations mit einem Echo geehrt, im September 2010 wurde ihr ein Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin verliehen.

Zu Ehren der Grand Dame des deutschen Chansons widmet sich auch das deutsche Fernsehen dem Gedenken an die bedeutende Künstlerin. Neben einigen Spielfilmen, die u.a. in der ARD und im ZDF gezeigt werden, wird es am 28. Januar ein großes HILDEGARD KNEF-TV-Special im rbb (Radio Brandenburg Berlin) geben. Nach einer neuen zweistündigen Dokumentation mit dem Titel „Hilde Knef – ein Weltstar aus Berlin“ (20.15 Uhr) sendet das Funkhaus die große Gala „Rote Rosen“ (22.15 Uhr) mit Gästen wie Annett Lousian, Stefan Gwildis, Klaus Hoffmann, Bürger Lars Dietrich, Ella Endlich und Pe Werner, die vom Deutschen Filmorchester Babelsberg begleitet werden. Die große Show wird moderiert von Barbara Schöneberger. Im Anschluss daran zeigt der Sender dann den Spielfilm „Die Sünderin“ aus dem Jahr 1954 (23.45 Uhr). An den folgenden Tagen kommen dann noch weitere Filme und Dokus.

Das musikalische Erbe der KNEF besitzt viele Facetten, die noch heute berühren und Bewunderung verdienen. Es kann auf vielen Veröffentlichungen genossen werden und hat nichts von seiner Faszination verloren. Es sind vor allem die Alben Hildegard Knef singt Cole Porter (mit Aufnahmen aus den fünfziger Jahren), Hilde – Das Beste von Hildegard Knef, das wunderbare 17 Millimeter von 1999 (ihr letztes Studioalbum) und die 5 CD-Box der Reihe Original Album Series (mit vier Original-Alben aus den sechziger Jahren sowie „17 Millimeter“), die das musikalische Werk HILDEGARD KNEFs der Entdeckung preisgeben. Ein ebenfalls sehr hörenswertes Album ist die von Heike Makatsch gesungene Ehrung Hilde – Heike Makatsch singt Hildegard Knef, die zur großen Filmbiographie „Hilde“ aus dem Jahre 2009 erschien.

HILDEGARD KNEF war eine Frau, die sich nicht unterkriegen ließ. Anfang der Fünfziger verließ sie Deutschland, weil eine Nacktszene in ihrem Film „Die Sünderin“ zum Eklat führte. Sie siedelte in die USA über und wurde von Cole Porter an den Broadway geholt. Erst 1957 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie vor allem als Sängerin und auf der Theaterbühne bis zur Jahrtausendwende größte Erfolge feierte. Für HILDEGARD KNEF zählte stets der persönliche Ausdruck, die Seele, die in einem Lied steckt. Und diese äußerte sich in der Einzigartigkeit ihres Gesangs. „Ich hatte nie den Ehrgeiz, gut zu singen“, so sagte sie selbst.

Ella Fitzgerald soll sie anerkennend die „beste Sängerin ohne Stimme“ genannt haben und meinte damit die Faszination, die von der Intensität ihres rauchig-rauen Gesangs ausstrahlte. Die Texte für ihre Lieder verfasste HILDEGARD KNEF fast alle selbst, und in ihnen schlägt sich die große Leidenschaft und eine profunde Einsicht in die menschliche Natur nieder. Die Lieder der KNEF sind zeitlos. Sie behandeln mit einfachen Worten komplizierte Wahrheiten, die jeden Menschen angehen.

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